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Die Deckschicht besteht aus einem abriebbeständigen, mit Polychloropren gummierten Gewebe. Sie schützt den Riemenrücken vor mechanischer Beanspruchung und Verschleiß und unterstützt eine robuste Ausführung für industrielle Antriebsbedingungen.
Eine dämpfende Polychloropren-Gummimischung umschließt und stabilisiert den Zugträger. Sie nimmt dynamische Belastungen auf und trägt dazu bei, Schwingungen und Belastungsspitzen innerhalb des Riemens zu reduzieren.
Der Polyester-Zugträger nimmt die während der Kraftübertragung entstehenden Zugkräfte auf. Er sorgt für die erforderliche Zugfestigkeit und Längenstabilität des Keilrippenriemens und unterstützt eine gleichmäßige Kraftübertragung im laufenden Betrieb.
Der Unterbau besteht aus einer Hochmodul-Gummimischung mit präzise gerillten Rippen. Die einzelnen Rippen greifen in die entsprechenden Rillen der Riemenscheibe ein und übertragen die Antriebskraft kraftschlüssig über ihre Flanken. Die präzise Rippengeometrie unterstützt dabei einen gleichmäßigen und ruhigen Lauf.
Keilrippenriemen kommen überall dort zum Einsatz, wo hohe Leistungsübertragung, kompakte Abmessungen und hohe Flexibilität miteinander kombiniert werden sollen. Durch ihre geringe Bauhöhe und die längs verlaufenden Rippen eignen sie sich besonders für Antriebe mit kleinen Riemenscheiben, hohen Drehzahlen und begrenztem Bauraum. Der ruhige und vibrationsarme Lauf macht sie zu einer vielseitigen Lösung für zahlreiche industrielle Maschinen und Geräte – von Pumpen und Kompressoren über Werkzeugmaschinen bis hin zu Lüfter-, Förder- und Nebenaggregatantrieben.
Typische Einsatzbereiche sind unter anderem:
Keilrippenriemen sind in unterschiedlichen Profilen und Ausführungen erhältlich. Die Profile unterscheiden sich insbesondere durch ihre Rippenteilung und damit in ihrer Flexibilität, den möglichen Scheibendurchmessern und den typischen Einsatzbereichen. Die folgende Übersicht hilft bei der Einordnung der verschiedenen Keilrippenriemen.
| Profil / Ausführung | Rippenteilung | Charakteristik | Typische Anwendungen |
|---|---|---|---|
| PH | 1,60 mm | Besonders feines und flexibles Profil für kompakte Antriebe und kleine Riemenscheiben | Kleingeräte, Haushaltsgeräte und leichte Präzisionsantriebe |
| PJ | 2,34 mm | Feines und hochflexibles Profil für kleine Scheibendurchmesser und hohe Riemengeschwindigkeiten | Werkzeugmaschinen, Haushaltsgeräte, Lüfter und kompakte Industrieantriebe |
| EPJ | 2,34 mm | Elastische Ausführung mit PJ-Profil für Antriebe, bei denen die Vorspannung über die definierte Riemendehnung erzeugt wird | Antriebe ohne separate Spannvorrichtung, Haushaltsgeräte und kompakte Maschinen |
| PK | 3,56 mm | Leistungsfähiges und flexibles Profil für kompakte Antriebskonstruktionen | Nebenaggregate, Maschinenbau, Pumpen, Lüfter und technische Antriebe |
| PL | 4,70 mm | Größeres Industrieprofil für eine hohe Leistungsübertragung bei weiterhin guter Flexibilität | Kompressoren, Pumpen, Werkzeugmaschinen und industrielle Antriebssysteme |
| PM | 9,40 mm | Großes Keilrippenprofil für leistungsstarke industrielle Antriebe | Maschinen- und Anlagenbau sowie größere Industrieantriebe |
| JPU* | Ausführungsabhängig | Polyurethan-Keilrippenriemen für spezielle Anforderungen an Verschleißfestigkeit und Präzision | Präzisionsantriebe, Maschinenbau und spezielle Industrieanwendungen |
| TB2* | Herstellerspezifisch | Spezialausführung für anwendungsspezifische Antriebslösungen | Spezielle Maschinen- und Geräteantriebe |
Hinweis: Die passende Riemenausführung richtet sich nicht nur nach der Rippenteilung, sondern auch nach Riemenlänge, Rippenzahl, Leistung, Riemengeschwindigkeit, Scheibendurchmesser und der jeweiligen Antriebskonstruktion. Unterschiedliche Profile sind nicht ohne Weiteres untereinander austauschbar.
* JPU und TB2 sind spezielle Produkt- bzw. Ausführungsbezeichnungen und sollten nicht mit den klassischen Profilbezeichnungen PH, PJ, PK, PL und PM gleichgesetzt werden.
Neben Keilrippenriemen kommen auch Kraftbänder oder Weitwinkelriemen bei höheren Leistungen oder speziellen Anwendungen zum Einsatz.