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Die Deckschicht besteht aus einem abriebbeständigen, gummierten Spezialgewebe und verbindet die einzelnen Keilriemen zu einem gemeinsamen Kraftband. Sie erhöht die Quersteifigkeit, stabilisiert den Riemenverbund und unterstützt einen sicheren Lauf auch bei starken Schwingungen und wechselnden Belastungen.
Die hochfeste Gummimischung bettet die Zugträger sicher in den Riemenkörper ein und sorgt für eine gleichmäßige Übertragung der auftretenden Kräfte. Gleichzeitig unterstützt sie die Stabilität des gesamten Riemenverbundes bei dynamischen Belastungen.
Die Polyester-Zugträger nehmen die während des Betriebs auftretenden Zugkräfte auf und bilden das tragende Element des Kraftbandes. Sie sorgen für eine hohe Zugfestigkeit und gute Längenstabilität und unterstützen eine gleichmäßige Kraftübertragung über die miteinander verbundenen Keilprofile.
Der Unterbau besteht aus einer Hochmodul-Gummimischung und bildet die kraftübertragenden Keilprofile des Kraftbandes. Die hohe Formstabilität unterstützt die präzise Führung in den Rillen der Riemenscheibe, während die Antriebskraft kraftschlüssig über die Flanken der einzelnen Keilprofile übertragen wird.
Kraftbänder kommen vor allem dort zum Einsatz, wo hohe Leistungen, starke Lastwechsel, Stoßbelastungen oder Vibrationen eine besonders stabile Kraftübertragung erfordern. Durch die feste Verbindung mehrerer Keilriemen zu einer gemeinsamen Einheit besitzen sie eine hohe Quersteifigkeit und laufen auch unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen sicher in den Riemenscheiben. Dadurch eignen sich Kraftbänder besonders für schwere Maschinen und Anlagen, bei denen einzelne Keilriemen zum Schwingen, Umschlagen oder Herausspringen aus den Rillen neigen könnten.
Typische Einsatzbereiche sind unter anderem:
Kraftbänder und einzelne Keilriemen übertragen die Antriebskraft kraftschlüssig über ihre Flanken. Der wesentliche Unterschied liegt in der Verbindung der einzelnen Riemenprofile. Kraftbänder bieten dadurch insbesondere bei starken Lastwechseln, Stoßbelastungen und Vibrationen eine höhere Quersteifigkeit und Laufstabilität.
| Merkmal | Kraftband | Einzelne Keilriemen |
|---|---|---|
| Aufbau | Mehrere Keilprofile durch eine gemeinsame Deckschicht fest verbunden | Einzelne, voneinander unabhängige Keilriemen |
| Kraftübertragung | Kraftschlüssig über die Flanken mehrerer verbundener Keilprofile | Kraftschlüssig über die Flanken der einzelnen Keilriemen |
| Quersteifigkeit | Sehr hoch | Geringer |
| Starke Lastwechsel | ✅ Sehr gut geeignet | ⚪ Je nach Antrieb geeignet |
| Stoßbelastungen | ✅ Sehr gut geeignet | ⚪ Je nach Antrieb geeignet |
| Pulsierende Belastungen | ✅ Sehr gut geeignet | ⚪ Je nach Antrieb geeignet |
| Laufstabilität | Sehr hoch durch den gemeinsamen Riemenverbund | Einzelne Riemen können sich unabhängig voneinander bewegen |
| Gefahr des Umschlagens | Stark reduziert | Bei kritischen Antriebsbedingungen möglich |
| Schwingungsanfälligkeit | Geringer durch die hohe Quersteifigkeit | Bei großen Achsabständen oder wechselnden Belastungen höher |
| Schwere Industrieantriebe | ✅ Besonders geeignet | ✅ Je nach Auslegung geeignet |
| Austausch einzelner Riemen | ❌ Nicht möglich | ✅ Möglich* |
Fazit: Kraftbänder spielen ihre Vorteile insbesondere bei anspruchsvollen Antrieben mit starken Lastwechseln, Stoßbelastungen, Vibrationen und hohen Anforderungen an die Laufstabilität aus. Für gleichmäßig laufende Standardantriebe können dagegen einzelne Keilriemen die wirtschaftlichere und flexiblere Lösung darstellen.
* Bei Mehrfachantrieben mit mehreren einzelnen Keilriemen sollten die Vorgaben des Herstellers beachtet werden. Je nach Antrieb kann ein gemeinsamer Austausch des kompletten Riemensatzes erforderlich beziehungsweise empfehlenswert sein.
Neben Kraftbänder kommen auch Keilrippenriemen oder Weitwinkelriemen für andere Anwendungen zum Einsatz.