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Keilriemenscheiben sind zentrale Komponenten mechanischer Antriebssysteme und dienen der sicheren Übertragung von Drehmoment und Leistung zwischen Motor und Abtrieb. Die Kraftübertragung erfolgt über die Flanken des Keilriemens, wodurch ein hoher Wirkungsgrad und ein zuverlässiger Betrieb erreicht werden.
In der industriellen Antriebstechnik werden Keilriemenscheiben überwiegend als DIN-Norm-Riemenscheiben eingesetzt. Diese genormten Riemenscheiben gewährleisten eine hohe Austauschbarkeit, definierte Abmessungen sowie eine sichere Kombination mit genormten Keilriemenprofilen. Entsprechende Normen bilden die Grundlage für eine präzise Auslegung und Berechnung von Riemenantrieben.
Keilriemenscheiben sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich, darunter einrillige und mehrrillige Varianten, wie zum Beispiel die Keilriemenscheibe 2-rillig für höhere Leistungsübertragung oder redundante Antriebskonzepte. Die Auswahl der passenden Riemenscheibe richtet sich nach Riemenprofil, Drehmoment, Drehzahl und dem verfügbaren Bauraum.
Für die korrekte Auslegung eines Riemenantriebs ist es wichtig, die Abmessungen der Keilriemenscheibe exakt zu berücksichtigen. Dazu zählen unter anderem der Scheibendurchmesser, die Rillenanzahl, die Rillenbreite sowie die Naben- und Bohrungsmaße. Auf dieser Basis lassen sich Riemenscheiben berechnen und optimal auf die jeweilige Anwendung abstimmen.
Je nach Montageanforderung stehen Keilriemenscheiben mit Fertigbohrung, für Taperbuchsen oder als Keilriemenscheiben-Rohling zur Verfügung. Rohlinge ermöglichen eine individuelle Bearbeitung und werden häufig bei Sonderanwendungen oder im Maschinenbau eingesetzt.
Keilriemenscheiben finden Anwendung im Maschinen- und Anlagenbau, in der Fördertechnik, in der Landtechnik sowie in zahlreichen industriellen Standardantrieben. Durch ihre robuste Bauweise, die genormten Abmessungen und die einfache Wartung zählen sie zu den am häufigsten eingesetzten Riemenscheibenarten in der klassischen Antriebstechnik.